It's Corona-Time

01. Mai 2020: Die Lage scheint sich zu entspannen. Immer mehr Einschränkungen werden rückgängig gemacht und die noch bestehenden sind ebenfalls in der Diskussion. Kann ja wohl auch nicht anders sein…. – irgendwie muss es ja weitergehen.

Entgegen diesem gefühlten „wir haben es überstanden- Trend“ agiert seit letztem Montag die „Maskenpflicht“ in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften. Wir erinnern uns alle: noch vor wenigen Wochen waren Masken „nahezu unnötig und nicht förderlich“. Ich persönlich empfinde diese Verordnung als grossen Verlust von Lebensqualität…. – mehr vielleicht sogar als z.B. die Abstandsregeln. Ganz ehrlich…. – es ist schrecklich zu sehen wie die - eigentlich vertrauten - Mitbürger mit diesen Dingern durch die Supermarktgänge geistern.

Es bleibt zu hoffen, dass es nicht für Monate, Jahre oder gar für immer zur Gewohnheit wird. „In Asien ist das seit langem ganz normal“ hört man jetzt immer öfter. Wohl wahr…. – dort war es jedoch vielfach auch durch die Luftverschmutzung begründet und nicht als Infektionsschutz wie jetzt. Ach, was waren das doch für schöne Zeiten, als man über Vermummungs- und Verschleierungsverbote debattierte.....

Andererseits ist – auch wenn die Maske selbst jetzt vielleicht nicht der Heilsbringer ist – die Außenwirkung der guten Sache in gewisser Sache förderlich: so kann niemand vergessen, dass die Gefahr nicht gebannt ist, dass es hätte viel schlimmer kommen können und vor allem: auch jetzt noch ganz übel werden kann.

Uns allen ist zu wünschen, dass es so positiv wie jetzt weitergeht und wir im Frühjahr 2021 entspannt auf das „Corona-Jahr“ zurückblicken können. Sollte dies so kommen, so graust mir andererseits allerdings schon jetzt vor den „ganz Klugen“, die schon immer gesagt haben, dass es ja „nur eine Grippe ist“ und das die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen vollkommen überzogen sind. Angesichts der Bilder aus unserem Fast-Nachbar-Land Italien konnte meiner Ansicht nach jedoch nicht anders entschieden werden: Menschenleben lassen sich nicht zahlenmäßig aufrechnen und/oder qualifizieren. Wenn ich dank Corona keine Luft mehr bekomme und im Krankenhaus – oder aufgrund mangelnder Kapazitäten zu Hause - meinen letzten qualvollen Atemzug tätige – dann tröstet es mich wenig, dass jedes Jahr viel mehr Menschen an der „normalen“ Grippe sterben. Und auch wenn ich 90 und schwer krank bin….. – vielleicht realistisch noch 6 Monate auf dieser Welt habe – so hat doch niemand das Recht, mir diese 180 Tage abzusprechen… - vielleicht sind sie mir so wertvoll, wie einem anderen viele Jahrzehnte. Kann der eine oder andere möglicherweise erst verstehen, wenn seine letzten 180 Tage angebrochen sind.

Der Immobilienmarkt ? Entgegen der „ersten Schockstarre“ Mitte März sind regional derzeit praktisch keine Veränderungen festzustellen... – weder in der Nachfrage noch bei den Preisen; nicht im Verkaufs- und auch nicht im Vermietungsbereich. Wer hier auf grosse Verwerfungen spekuliert, der müsste sich schon einen negativen weiteren Verlauf der Pandemie wünschen… - und das mag ich mir von Niemandem vorstellen. Allen Markteilnehmern würde ich – nach heutigem Stand der Dinge – empfehlen so zu agieren wie vor „Corona“. Also grundsätzlich… - natürlich unter Beachtung der Vorsichtsregeln. Diese gelten für unsere Kunden und uns vorerst auch weiter…. – wie im März beschrieben (siehe unten)

 

18. März 2020: Schwere Zeiten für uns alle, insbesonders natürlich für die ernsthaft Erkrankten und Ihre Angehörigen. Eben war doch noch alles in Ordnung und jetzt sind wir von heute auf morgen wie Statisten in einem schlechten Hollywood-Katastrophen-Film unterwegs... - offensichtlich kann niemand derzeit voraussagen, wie es nun in den nächsten Tagen/Wochen/Monaten weitergeht, wieviele möglicherweise sterben werden, was für kurz-, mittel- und langfristige Folgen die Pandemie für uns alle auf der Welt haben wird.

Wir sollten positiv denken und davon ausgehen, dass alles wieder gut wird: ein helfendes Medikament und möglicherweise eine vorbeugende Impfung wird auf den Markt gebracht, die Wirtschaft wird sich erholen.

Aber auch wenn in absehbarer Zukunft alles wieder normal sein sollte....: als Quintessenz bleibt uns dann hoffentlich für die Zukunft die Erkenntnis, dass unser bisheriges - nahezu paradiesisches  - Leben auf sehr fragilen Fundamenten steht:  Muss wirklich jeder 20-EUR-Flug in die nächste Metropole sein,  müssen "unter 80-Jährige" jedes Jahr zwei Kreuzfahrten machen, muss das Smartphone immer grösser, komplexer und bedeutsamer werden, ist die absolute Globalisierung wirklich wünschenswert ? 

Sollten wir vielleicht aufhören, dem mainstream bedenkenlos zu folgen, nur weil es eben "gerade alle machen" ? Muss wirklich alles gemacht werden - alleine weil man es machen kann ? Oder ist es besser, sich allmählich wieder auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren: Gesundheit, Familie, ein vernünftiges/soziales Miteinander und vor allem auch ein respektvolles Verhalten gegenüber der Natur ?

Natürlich kann (fast) niemand alle Risiken einer Ansteckung für sich ausschliessen, aber es heisst sich klar zu machen, dass jede Person, die man nicht trifft, jeden Besuch im Supermarkt oder an der Tankstelle, den man nicht macht und jedes Händewaschen die Wahrscheinlichlichkeit einer Infizierung geringer werden lässt.

KONKRET: SOLANGE ES DIE UMSTÄNDE UND DIE BEHÖRDLICHEN AUFLAGEN ZULASSSEN, WERDEN WIR UNSERER ARBEIT WEITER NACHGEHEN.

NOCH INTENSIVER ALS BISHER WERDEN WIR BEREITS IM VORFELD ABKLÄREN. OB EINE BESICHTIGUNG VOR ORT WIRKLICH SINN MACHT. UNSER BÜRO IST AB SOFORT FÜR DEN PUBLIKUMSVERKEHR GESCHLOSSEN - ZU IHREM UND ZU UNSEREM SCHUTZ. UND ZUM SCHUTZ VON GANZ VIELEN UNBETEILIGTEN FÜR DIE WIR ALLE JETZT MIT DIE VERANTWORTUNG TRAGEN.

VIELES, FAST ALLES KANN PER MAIL UND TELEFON GEKLÄRT UND BESPROCHEN WERDEN. NATÜRLICH SIND AUCH BEGEHUNGEN VOR ORT UMUNGÄNGLICH - ABER WIE BEREITS ERWÄHNT NUR WENN ES WIRKLICH SINN MACHT UND NUR WENN WEDER AUF UNSERER , NOCH AUF IHRER SEITE BEREITS SYMPTOME ODER SONSTIGE HINWEISE AUF EINE BESONDERE GEFÄHRDUNG BESTEHEN. TERMINE WERDEN  IN DER REGEL MEHRERE TAGE IM VORAUS VEREINBART - SOLLTEN ZWISCHZEITLICH GESUNDHEITLICHE VERÄNDERUNGEN EINTRETEN INFORMIEREN SIE UNS BITTE - WIR WERDEN ES GENAUSO HALTEN.

Corona und der (Zevener) Immobilienmarkt ? Optimistisch betrachtet werden wir auch diese Krise bewältigen - nur ein weiters Stück Verunsicherung in dieser eh schon verrückten Welt wird zurückbleiben und wer klug ist, wird in Dinge investieren, die Grundbedürfnisse erfüllen:  Dazu gehört ohne Frage "Wohnraum". Mal ganz abgesehen davon, dass es auch jetzt - bei möglicherweise drohenden Ausgangssperren - viel angenehmer ist im freistehenden Einfamilienhaus zu leben, als in der 3-Zimmer-Wohnung im 4. Stock, wird auch in Zukunft Wohnraum ein existienelles  Gut sein und bleiben. In diesen Tagen ist die Nachfrage nach Immobilien geringer - viele Menschen beschäftigen sich derzeit mit Dingen die wichtiger erscheinen und wohl aktuell auch sind.... - aber mittelfristig werden sich die Preise wieder auf ein "Vor-Corona"-Niveau einpendeln oder auch darüber hinaus wachsen. 

 

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